Kamelle kaufen – aber wie viel eigentlich?
Wer zum ersten Mal mit einer Fußgruppe, einem Verein oder einem eigenen Wagen bei einem Karnevalszug mitzieht, steht früher oder später vor derselben Frage:
Wie viel Wurfmaterial brauchen wir eigentlich?
Die ehrliche Antwort lautet: Es gibt keine Menge, die für jeden Zug und jede Gruppe gleichermaßen funktioniert.
Eine zehnköpfige Fußgruppe in einem kleinen Veedelszoch benötigt völlig andere Mengen als 20 Personen auf einem Festwagen bei einem mehrere Kilometer langen Zug. Und auch 100 Kilogramm Wurfmaterial können völlig unterschiedlich aussehen: 100 Kilogramm Bonbons sind logistisch etwas anderes als eine Mischung aus Chips, Popcorn, Schokoriegeln, Fruchtgummi, Lutschern und größeren Non-Food-Artikeln.
Deshalb möchten wir euch mit diesem Ratgeber eine realistische Grundlage für eure Planung geben.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Kilogramm zu kaufen. Viel wichtiger ist, dass Menge, Sortiment und Transport zu eurer Gruppe passen.
Warum „Kilogramm pro Person“ alleine nicht reicht
Die häufigste Rechnung sieht ungefähr so aus:
20 Teilnehmer × 5 kg Kamelle = 100 kg Wurfmaterial.
Als grobe Orientierung ist das hilfreich. Für eine wirklich gute Planung fehlen aber einige entscheidende Faktoren.
Ihr solltet mindestens berücksichtigen:
- Wie lang ist der Zugweg?
- Wie lange seid ihr tatsächlich unterwegs?
- Wie viele Zuschauer stehen normalerweise am Straßenrand?
- Lauft ihr oder fahrt ihr auf einem Wagen?
- Habt ihr einen Bagagewagen oder anderen Nachschub?
- Sind Kinder in eurer Gruppe?
- Wollt ihr hauptsächlich klassische Kamelle oder hochwertigere Einzelartikel verteilen?
- Gibt es Stellen mit besonders vielen Zuschauern?
- Wie gut lässt sich euer Wurfmaterial überhaupt transportieren?
Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt.
Ein Teilnehmer einer Fußgruppe kann nicht drei Stunden lang 15 Kilogramm Süßigkeiten bequem mit sich herumtragen. Ein Wagen mit ausreichender Ladefläche kann dagegen problemlos mehrere hundert Kilogramm Wurfmaterial transportieren.
Deshalb betrachten wir die verschiedenen Gruppen getrennt.
Wurfmaterial für Fußgruppen: Wie viel sollte man einplanen?
Fußgruppen haben einen großen Vorteil: Ihr seid nah bei den Jecken.
Ihr könnt gezielter werfen und bestimmte Artikel sogar direkt an Kinder oder Zuschauer übergeben.
Der Nachteil ist offensichtlich:
Alles, was ihr verteilt, muss zunächst einmal mit.
Ohne Bagagewagen oder Bollerwagen wird das schnell zum entscheidenden Faktor.
Unsere Orientierung für eine normale Fußgruppe
Für einen typischen lokalen Karnevalszug empfehlen wir zunächst:
ca. 2 bis 4 kg Wurfmaterial pro Person
wenn jeder Teilnehmer sein komplettes Material selbst trägt.
Bei einem kurzen Veedelszoch können auch 2 kg vollkommen ausreichend sein. Bei längeren und gut besuchten Zügen können 3 bis 4 kg dagegen überraschend schnell verschwunden sein.
Beispiel
Eine Fußgruppe mit 20 Personen plant mit durchschnittlich 3 kg:
20 × 3 kg = 60 kg Wurfmaterial
Das ist für viele kleinere und mittlere Karnevalszüge ein vernünftiger Ausgangspunkt.
Aber: Verteilt die 60 kg nicht einfach gleichmäßig auf 20 große Säcke.
Besser sind kleinere Wurfbeutel, die sich angenehm tragen lassen.
Fußgruppe mit Bagagewagen: Hier verändert sich die Rechnung
Sobald ein Bagagewagen, Bollerwagen oder anderes Transportfahrzeug zur Verfügung steht, könnt ihr deutlich komfortabler planen.
Dann muss niemand das komplette Wurfmaterial von Anfang bis Ende am Körper tragen.
Für solche Gruppen halten wir je nach Zug eine Planung von ungefähr
4 bis 8 kg pro aktiv werfender Person
für realistisch.
Das bedeutet nicht, dass jeder Teilnehmer acht Kilogramm gleichzeitig mit sich herumträgt.
Im Gegenteil.
Der große Vorteil des Bagagewagens besteht darin, dass ihr unterwegs Wurfbeutel nachfüllen könnt.
Beispiel
30 Personen laufen im Zug mit.
Geplant werden durchschnittlich 5 kg:
30 × 5 kg = 150 kg Wurfmaterial
Davon bekommt jeder Teilnehmer beispielsweise zunächst einen handlichen Wurfbeutel. Der Rest bleibt sortiert im Bagagewagen und wird während des Zuges ausgegeben.
Das ist wesentlich angenehmer als mit einer riesigen Tasche zu starten.
Was gehört in den Wurfbeutel einer Fußgruppe?
Hier sollte man nicht einfach dieselbe Mischung verwenden wie auf einem großen Wagen.
Eine Fußgruppe muss laufen, reagieren und teilweise über mehrere Stunden mit dem Material umgehen.
Gut geeignet sind beispielsweise:
- einzeln verpackte Bonbons
- Fruchtgummi
- Kaubonbons
- kleine Schokoriegel
- Lutscher
- kleine Popcorn-Packungen
- kleine Chips-Packungen
- leichte Give-aways
- kleinere Stoffartikel
Weniger sinnvoll sind große und sperrige Artikel.
Ein klassisches Beispiel:
Fußbälle mögen als Wurfmaterial spektakulär aussehen – für eine Fußgruppe sind sie aber denkbar unpraktisch.
Wer zehn Fußbälle mitnimmt, benötigt dafür mehr Platz als für mehrere Kilogramm klassischer Kamelle. Auf einem Wagen ist das kein großes Problem. Als Fußgänger wollt ihr aber nicht zwei Kilometer lang mit einem Netz voller Bälle durch Köln laufen.
Genau deshalb sollte man Wurfmaterial nicht nur nach Preis oder Gewicht auswählen.
Volumen zählt genauso.
Was eignet sich für Kinder- und Jugendgruppen?
Kindergruppen, Schulgruppen und Jugendtanzgruppen benötigen eine etwas andere Planung.
Hier würden wir bewusst weniger Gewicht pro Teilnehmer vorsehen.
Als Orientierung:
ca. 1,5 bis 3 kg pro Kind beziehungsweise Jugendlichem
Bei zusätzlichem Bagagewagen kann natürlich mehr Material für die gesamte Gruppe bereitgestellt werden.
Kinder sollten aber nicht mit schweren Wurfbeuteln beladen werden.
Geeignet sind vor allem:
- leichte Süßigkeiten
- Fruchtgummi
- kleine Lutscher
- Mini-Schokoladen
- kleine Popcornbeutel
- leichte Give-aways
Praktisch ist außerdem eine Betreuungsperson oder ein Bagagewagen, von dem regelmäßig nachgefüllt wird.
Tanzgruppen und Tanzcorps
Bei einer Tanzgruppe muss ebenfalls berücksichtigt werden, dass das Verteilen der Kamelle nicht die einzige Aufgabe während des Zuges ist.
Wer zwischendurch tanzt, Aufstellungen einhalten muss oder aufwendige Uniformen trägt, sollte keinen zehn Kilogramm schweren Wurfbeutel mit sich herumtragen.
Wir würden deshalb ähnlich wie bei Jugendgruppen kalkulieren:
etwa 2 bis 4 kg pro aktiv werfender Person
und den Großteil des Materials über Begleitpersonen oder einen Bagagewagen transportieren.
Musikgruppen und Kapellen
Bei Musikgruppen wird besonders deutlich, warum eine pauschale Angabe wie „5 kg pro Teilnehmer“ wenig Sinn ergibt.
Wer Trompete, Posaune oder Trommel spielt, kann gleichzeitig schlecht permanent Kamelle werfen.
Deshalb sollte das Wurfmaterial hier nicht anhand der Gesamtzahl der Musiker kalkuliert werden.
Sinnvoller ist:
Nur die Personen berücksichtigen, die tatsächlich Wurfmaterial verteilen können.
Begleitpersonen können kleinere Mengen verteilen oder Kindern direkt etwas überreichen.
Für die Musiker selbst würden wir kaum beziehungsweise gar kein persönliches Wurfmaterial einplanen.
Wagengruppen und Festwagen: Hier darf es deutlich mehr sein
Auf einem Karnevalswagen habt ihr einen entscheidenden Vorteil:
Ihr müsst das Material nicht tragen.
Dadurch können größere Mengen und deutlich abwechslungsreichere Produkte verwendet werden.
Für einen normalen lokalen Karnevalszug würden wir als Ausgangspunkt ungefähr
8 bis 15 kg pro aktiv werfender Person
einplanen.
Bei längeren, sehr gut besuchten Zügen oder besonders großen Wagen können auch
15 bis 25 kg pro Person
realistisch sein.
Entscheidend ist allerdings nicht nur die Personenzahl.
Ein Wagen mit zehn Personen, die permanent von beiden Seiten werfen, kann mehr Material benötigen als ein Wagen mit zwanzig Personen, von denen sich nur fünf regelmäßig am Wurfmaterial bedienen.
Beispiel für einen Karnevalswagen
Auf einem Wagen stehen 15 Personen.
Der Zug dauert ungefähr zweieinhalb Stunden und ist erfahrungsgemäß gut besucht.
Geplant werden durchschnittlich 12 kg pro Person:
15 × 12 kg = 180 kg Wurfmaterial
Diese 180 kg könnten beispielsweise bestehen aus:
- 70 kg klassische Kamelle und Fruchtgummi
- 30 kg Lutscher und Kaubonbons
- 30 kg kleine Schokoladenprodukte
- 25 kg Chips und Popcorn
- 15 kg besondere Süßwaren
- 10 kg Premiumartikel und Give-aways
Die genaue Mischung hängt natürlich vom verfügbaren Sortiment ab.
Wichtiger als die exakte Verteilung ist das Prinzip:
Nicht 180 kg von einem einzigen Artikel kaufen.
Eine abwechslungsreiche Mischung macht das Werfen interessanter und kommt bei den Zuschauern wesentlich besser an.
Große Wagen und stark besuchte Züge
Wer mit einem größeren Festwagen unterwegs ist oder an einem sehr stark besuchten Zug teilnimmt, sollte großzügiger kalkulieren.
Hier können Mengen von
15 bis 25 kg pro werfender Person
durchaus sinnvoll sein.
Bei außergewöhnlich großen Veranstaltungen können die Mengen noch deutlich darüber liegen.
Der Kölner Rosenmontagszug zeigt, welche Dimensionen Wurfmaterial im professionell organisierten Karneval erreichen kann: Dort werden insgesamt hunderte Tonnen Süßwaren sowie zusätzlich große Mengen Schokolade, Pralinen, Blumen und weitere Präsente verteilt.
Für einen normalen Veedelszoch ist das natürlich kein geeigneter Maßstab.
Bähnchen und kleinere motorisierte Gruppen
Kleine Bähnchen oder kompakte Fahrzeuge liegen mengenmäßig irgendwo zwischen Fuß- und Wagengruppe.
Der Stauraum ist größer als bei einer Fußgruppe, aber meist begrenzter als auf einem großen Festwagen.
Als Ausgangspunkt empfehlen wir:
ca. 5 bis 10 kg pro aktiv werfender Person.
Bei der Produktauswahl sollte stärker auf Volumen geachtet werden.
Ein paar große Artikel sind kein Problem.
Wenn allerdings die halbe Ladefläche mit sperrigen Give-aways blockiert wird, fehlt später der Platz für die eigentlichen Kamelle.
Reitergruppen und Reitercorps
Auch Reitergruppen gehören traditionell zu einigen Karnevalszügen.
Hier sollte das Wurfmaterial besonders zurückhaltend geplant werden.
Der Teilnehmer muss sich in erster Linie auf Tier, Umgebung und Zuggeschehen konzentrieren.
Deshalb sollte der Großteil des Materials durch Begleitpersonen beziehungsweise die zugehörige Fuß- oder Wagengruppe verteilt werden.
Falls Reiter selbst etwas verteilen, sollten es kleine, leicht zu handhabende Artikel sein.
Bagagewagen: Nicht als eigene Wurfgruppe rechnen
Ein häufiger Denkfehler besteht darin, den Bagagewagen wie einen zusätzlichen Wagen voller werfender Teilnehmer zu behandeln.
Das ist normalerweise nicht seine Hauptaufgabe.
Der Bagagewagen ist das mobile Lager der Gruppe.
Dort können beispielsweise liegen:
- vorbereitete Wurfbeutel
- Kartons mit Nachschub
- Premiumartikel
- persönliche Gegenstände
- Getränke
- Ersatzmaterial
Gerade bei größeren Fußgruppen ist ein gut organisierter Bagagewagen Gold wert.
Unsere Empfehlung:
Packt das Wurfmaterial schon vor dem Zug in definierte Einheiten.
Zum Beispiel:
Wurfbeutel 1 – Start
Wurfbeutel 2 – Mitte
Wurfbeutel 3 – Schluss
So verhindert ihr den Klassiker:
Nach 30 Minuten wurde begeistert die Hälfte der Kamelle verteilt – und für die zweite Hälfte des Zugwegs bleibt kaum noch etwas übrig.
Die Zuglänge ist einer der wichtigsten Faktoren
Neben der Gruppenart entscheidet vor allem die Strecke über die benötigte Menge.
Ein Zug über 1,5 Kilometer ist etwas völlig anderes als ein Zug über 6 oder 7 Kilometer.
Als grobe Orientierung könnt ihr eure Grundmenge deshalb anpassen:
Kurzer Zug bis etwa 2 km
Grundmenge reicht normalerweise aus.
Mittlerer Zug von etwa 2 bis 4 km
Etwa 20 bis 30 Prozent Reserve einplanen.
Langer Zug über 4 km
Je nach Zuschaueraufkommen 30 bis 60 Prozent mehr als bei einem kurzen Veedelszoch einplanen.
Dabei gilt:
Die reine Kilometerzahl ist nicht alles.
Drei Kilometer durch dicht gefüllte Straßen können wesentlich mehr Wurfmaterial verbrauchen als fünf Kilometer mit großen Lücken zwischen den Zuschauergruppen.
Publikumsdichte schlägt Kilometerzahl
Fragt deshalb unbedingt Gruppen, die euren Zug bereits kennen.
Eine der wertvollsten Informationen ist:
Wo stehen die meisten Leute?
Oft gibt es Abschnitte mit wenigen Zuschauern und anschließend Plätze oder Hauptstraßen, auf denen plötzlich mehrere Reihen Jecke stehen.
Genau dort verschwindet Wurfmaterial sehr schnell.
Wer seine gesamte Menge gleichmäßig nach Zeit verteilt, hat an solchen Stellen möglicherweise zu wenig.
Nicht alles muss geworfen werden
Der Begriff „Wurfmaterial“ ist eigentlich etwas irreführend.
Nicht jeder Artikel gehört tatsächlich durch die Luft.
Je größer oder schwerer ein Artikel ist, desto eher sollte er gezielt und kontrolliert übergeben werden.
Das gilt beispielsweise für:
- größere Spielwaren
- größere Schokoladenpackungen
- Stofftiere
- sperrige Give-aways
- Blumen
- empfindliche Produkte
Auch die jeweiligen Zugveranstalter können dazu eigene Vorgaben machen.
Deshalb gilt immer:
Vor dem Einkauf die Teilnahmebedingungen des eigenen Zuges prüfen.
Billige Masse oder bessere Mischung?
Eine weitere wichtige Frage lautet:
Sollte man möglichst viele Stücke kaufen oder lieber etwas weniger und dafür abwechslungsreicher?
Unsere Erfahrung aus dem Wurfmaterialverkauf spricht klar für eine Mischung.
Natürlich braucht eine größere Gruppe eine günstige Basis.
Dafür eignen sich beispielsweise:
- Bonbons
- Fruchtgummi
- Kaubonbons
- Lutscher
Dazu sollten aber einige Produkte kommen, bei denen die Jecken am Straßenrand merken:
„Oh, das ist mal etwas anderes.“
Zum Beispiel:
- bekannte Schokoriegel
- Chips
- Popcorn
- besondere Fruchtgummis
- kleine Spielwaren
- Stofftiere
- saisonale Artikel
Ihr müsst nicht ausschließlich Premiumprodukte werfen.
Aber ausschließlich die billigste Kamelle zu nehmen, ist ebenfalls selten die beste Lösung.
Unser Vorschlag für einen ausgewogenen Wurfmix
Als groben Ausgangspunkt könnt ihr eure Menge beispielsweise folgendermaßen aufteilen:
50 bis 60 Prozent Basis-Wurfmaterial
Bonbons, Fruchtgummi, Kaubonbons, Lutscher.
20 bis 25 Prozent attraktive Einzelartikel
Schokolade, Riegel oder andere beliebte Süßwaren.
10 bis 20 Prozent größere leichte Artikel
Chips, Popcorn oder vergleichbare Produkte.
5 bis 10 Prozent Highlights
Spielwaren, Stofftiere oder besondere Give-aways.
Die Verteilung ist keine feste Regel.
Eine Fußgruppe sollte beispielsweise den Anteil großer Artikel reduzieren, während ein Festwagen problemlos mehr davon mitnehmen kann.
Ein praktisches Beispiel: 30-köpfige Fußgruppe
Nehmen wir einen typischen Veedelszoch mit einer Strecke von ungefähr drei Kilometern.
30 Erwachsene laufen mit.
Ein Bagagewagen ist vorhanden.
Wir planen ungefähr 5 kg pro Person.
Das ergibt:
150 kg Gesamtmenge.
Wir würden aber nicht jedem Teilnehmer morgens fünf Kilogramm in die Hand drücken.
Stattdessen bekommt jeder beispielsweise einen Wurfbeutel mit 1,5 bis 2 kg.
Nachschub kommt während des Zuges vom Bagagewagen.
So bleibt die Gruppe beweglich und trotzdem steht genügend Wurfmaterial zur Verfügung.
Beispiel: 20 Personen auf einem Wagen
Der Wagen fährt einen gut besuchten Zug über mehrere Kilometer.
Wir kalkulieren mit 12 kg pro Person:
20 × 12 kg =
240 kg Wurfmaterial.
Hier können problemlos auch größere Artikel eingeplant werden, da niemand sie über Kilometer tragen muss.
Deshalb könnte die Mischung deutlich mehr enthalten:
- Chips
- Popcorn
- Stofftiere
- Spielwaren
- Premiumartikel
als bei einer vergleichbar großen Fußgruppe.
Lieber zehn Prozent Reserve als die letzten 500 Meter ohne Kamelle
Wenn ihr euren Zug noch nicht kennt, würden wir immer eine kleine Reserve einplanen.
Etwa 10 bis 15 Prozent zusätzliches Wurfmaterial sind bei einer vernünftigen Planung nicht übertrieben.
Diese Reserve muss nicht von Beginn an verteilt werden.
Lasst einen Teil zunächst geschlossen.
Wenn ihr nach der Hälfte des Zuges merkt:
Das reicht locker.
könnt ihr großzügiger werden.
Wenn ihr dagegen merkt:
Das geht hier weg wie nichts,
habt ihr noch Reserven.
Achtet auf das Volumen
Gerade bei der Abholung erleben Gruppen manchmal eine Überraschung.
100 kg Wurfmaterial klingt zunächst überschaubar.
Aber 100 kg aus kompakten Bonbons benötigen wesentlich weniger Platz als eine Bestellung mit:
- Chips
- Popcorn
- Stofftieren
- Fußbällen
- größeren Spielwaren.
Deshalb bei größeren Bestellungen unbedingt auch überlegen:
Wie bekommen wir das Material zum Zug – und wie transportieren wir es während des Zuges?
Ein Artikel kann preislich fantastisch sein und trotzdem für eure Gruppe völlig ungeeignet.
Unsere Mengenempfehlung auf einen Blick
Als praktische Ausgangsbasis könnt ihr ungefähr mit folgenden Mengen planen:
Fußgruppe ohne Nachschub:
ca. 2–4 kg pro Person
Fußgruppe mit Bagagewagen:
ca. 4–8 kg pro werfender Person
Kinder- und Jugendgruppe:
ca. 1,5–3 kg pro Teilnehmer
Tanzgruppe:
ca. 2–4 kg pro werfender Person
Musikgruppe:
Musiker kaum beziehungsweise gar nicht einrechnen; Wurfmaterial über Begleitpersonen
Bähnchen/kleines Fahrzeug:
ca. 5–10 kg pro werfender Person
Wagengruppe/Festwagen:
ca. 8–15 kg pro werfender Person
Großer Wagen/stark besuchter längerer Zug:
ca. 15–25 kg pro werfender Person
Diese Werte verstehen sich ausdrücklich als Planungshilfe und nicht als feste Regel.
Der konkrete Bedarf kann je nach Zug erheblich abweichen.
Die fünf häufigsten Fehler bei der Wurfmaterialplanung
1. Nur nach Gewicht kaufen
Kilogramm sagen nichts darüber aus, wie viel Platz eure Bestellung benötigt.
2. Zu viel großes Wurfmaterial für Fußgruppen
Ein Wagen kann zehn Fußbälle problemlos transportieren.
Eine Fußgruppe möchte sie nicht mehrere Kilometer tragen.
3. Alles direkt am Anfang verteilen
Gerade die ersten Zuschauer bekommen häufig überproportional viel.
Teilt eure Menge vorher in Abschnitte ein.
4. Nur eine einzige Sorte kaufen
Abwechslung macht sowohl den Zuschauern als auch euch beim Werfen mehr Spaß.
5. Keine Reserve einplanen
Zuschauerzahlen lassen sich nie perfekt vorhersehen.
Ein kleiner Sicherheitspuffer hilft enorm.
Frühzeitig planen lohnt sich
Gerade größere Vereine sollten nicht erst wenige Tage vor dem Zug überlegen, was sie benötigen.
Wenn ihr beispielsweise 300, 500 oder sogar über 1.000 kg Wurfmaterial benötigt, sollten Sortiment, Transport und Lagerung vorher abgestimmt werden.
Außerdem können besonders beliebte Produkte während der heißen Phase der Session schnell vergriffen sein.
Deshalb gilt:
Je größer eure Gruppe, desto früher solltet ihr planen.
Wurfmaterial in Köln kaufen: Wir helfen euch bei der Zusammenstellung
Ihr kennt eure Teilnehmerzahl, seid euch bei der Menge aber trotzdem unsicher?
Dann kommt gerne bei De Kamellebud vorbei.
Gerade bei größeren Vereinsbestellungen lohnt es sich, nicht nur einen Gesamtbetrag festzulegen, sondern gemeinsam zu überlegen:
- Wie groß ist eure Gruppe?
- Fußgruppe oder Wagen?
- Wie lang ist der Zug?
- Gibt es einen Bagagewagen?
- Wie viele Kinder laufen mit?
- Welche Produkte wollt ihr verteilen?
- Wie viel Platz steht zur Verfügung?
Anhand dieser Informationen lässt sich eine wesentlich sinnvollere Mischung zusammenstellen als mit einer pauschalen Kilogrammzahl.
De Kamellebud
Jägerstraße 32–34
50997 Köln
Ob klassische Kamelle, Fruchtgummi, Lutscher, Schokolade, Chips, Popcorn, Stofftiere oder anderes Wurfmaterial – bei uns findet ihr eine große Auswahl für eure nächste Karnevalssession.
Fazit: Die richtige Menge hängt von eurer Gruppe ab
Für die Planung des Wurfmaterials gibt es nicht die eine perfekte Kilogrammzahl.
Eine gute Planung berücksichtigt immer:
Teilnehmerzahl + Zuglänge + Zuschaueraufkommen + Transportmöglichkeit + Produktauswahl.
Für eine Fußgruppe sind leichte, kompakte Artikel und ein guter Nachschub wichtiger als möglichst viele Kilogramm.
Auf einem Wagen können dagegen größere Mengen und sperrigere Highlights problemlos eingesetzt werden.
Und unabhängig von der Gruppenart gilt:
Lieber einen abwechslungsreichen Mix sinnvoll über den gesamten Zug verteilen, als die ersten 30 Minuten alles rauszuhauen.
So haben die Jecken am Straßenrand Spaß – und ihr auch.
Kölle Alaaf!